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Albanien oder Montenegro – welches Land passt zu deiner Reise?

Albanien oder Montenegro – welches Land passt zu deiner Reise?

Zwei Länder, die direkt nebeneinander liegen – und sich trotzdem richtig hart unterscheiden. Ich sitze gerade auf einem Balkon in Montenegro, Meerblick hinter mir, und vor ein paar Tagen war ich noch in Albanien unterwegs. Genau deshalb hier mein ehrlicher Real Talk: Albanien oder Montenegro – welches Land passt eigentlich zu dir? Zwei Wochen war ich in Shëngjin, dann bin ich über Lezhë und Shkodër rüber nach Ulcinj gefahren. Hier kommt, wie das ablief und was mir zwischen den beiden Ländern am meisten aufgefallen ist.

Von Shëngjin über Lezhë und Shkodër nach Ulcinj

Losgefahren bin ich um 6 Uhr morgens – nur kam erstmal kein Bus. In Shëngjin ist das nämlich so: Die Busse fahren erst los, wenn sie voll sind bzw. genug Leute drinsitzen, dass es sich für den Fahrer lohnt. Um die Uhrzeit stand niemand an der Haltestelle, also kam auch kein Bus. Meine Etappen sahen dann so aus:

  • Taxi von Shëngjin nach Lezhë: knapp 7,5 km für 10 Euro. Der Fahrer wollte mich direkt bis Shkodër bringen – erst für 50, dann runtergehandelt auf 40, am Ende sogar 20 Euro. War mir trotzdem zu viel, also bin ich in Lezhë ausgestiegen.
  • Bus von Lezhë nach Shkodër: eine Stunde Fahrt für 2 Euro. Auch der wartete erst, bis genug Leute da waren – wir sind zu ungefähr elft losgefahren. Wahnsinn, was Busfahren hier kostet.
  • Minivan von Shkodër nach Ulcinj: Im Flixbus-Büro hieß es, der nächste Bus fährt erst um 14:30 Uhr – und ich war schon um 8 Uhr da. Am Kreisverkehr rief ein Fahrer Tirana, Tirana (ganz normal, so füllen sie ihre Autos). Ich meinte nur Ulcinj, und er hat mich direkt zu einem Kleinbus-Fahrer gebracht. Neun Leute passten rein, losgefahren sind wir schon um 9 Uhr – rund anderthalb Stunden bis Ulcinj.

Warum ich überhaupt rübergemacht habe? Ich habe in Albanien eine Unterkunft für einen ganzen Monat, darf aber die 90-Tage-Regel nicht überschreiten – also ein paar Tage raus, ehe es für mich von Tirana weiter nach Bangkok geht.

Der Grenzübergang nach Montenegro – ohne Anstehen

Spannend wurde es an der Grenze. Vor uns eine mega lange Schlange Autos – unser Fahrer ist aber einfach links dran vorbei und hat sich rechts in die Busspur eingeordnet. Dann hat er die Reisepässe von allen im Bus eingesammelt und der Grenzkontrolle gegeben. Einmal kurz kontrolliert, und schon ging es weiter. Kein Anstehen, nichts. Fand ich schon ziemlich cool.

Und kaum war ich über die Grenze, war alles anders. Man merkt sofort, dass man in einem anderen Land ist: In Ulcinj ist alles ein bisschen organisierter, strukturierter, voll mit internationalen Touristen und diesen typischen Urlaubsvibes. In Shëngjin gab es auch Touristen, aber hier ist es nochmal eine ganz andere Nummer. Vom Busbahnhof hätte ich ein Taxi nehmen können, bin die anderthalb Kilometer zur Unterkunft aber gelaufen – natürlich alles bergauf, denn Montenegro ist quasi überall voller Berge.

Albanien oder Montenegro – was ist teurer?

Der größte Unterschied zwischen beiden Ländern ist wahrscheinlich der Preis. Die Lebensmittel in Montenegro sind spürbar teurer – ich würde sagen knapp 15 bis 20 Prozent mehr als in Albanien. Immer noch völlig in Ordnung, aber du merkst es. Dafür zahlst du in Montenegro eben auch für die Lage direkt am Meer, für die Ruhe und für so einen Meerblick, wie ich ihn gerade habe.

Ein praktischer Hinweis zum Bezahlen: In Albanien ist die Währung der Lek, in Montenegro der Euro. An kleinen Ständen, im Taxi und am Strand solltest du in Albanien immer Bargeld dabeihaben – mit Karte zahlst du eher im Supermarkt, in Bars oder Restaurants.

Zwei Länder, zwei Arten zu reisen

Am Ende sind das zwei komplett unterschiedliche Reise-Typen, obwohl die Länder direkt nebeneinander liegen:

  • Montenegro (Ulcinj) ist organisierter, strukturierter und sehr auf Urlaub ausgelegt – Ruhe, Komfort, Meerblick.
  • Albanien (Shëngjin) ist unorganisierter, ein bisschen chaotischer, aber dafür näher dran am echten Leben. Dass der Bus erst losfährt, wenn genug Leute da sind, fand ich sogar richtig sympathisch.

Was mir in Albanien besonders aufgefallen ist: die Hilfsbereitschaft. Wenn du irgendwo feststeckst, hilft dir zu 100 Prozent jemand weiter – das wird dort richtig hoch gehalten. Und im Süden, in Saranda und Ksamil, war das Wasser so unglaublich, dass ich da definitiv nochmal hinfahre.

Albanien oder Montenegro – mein Fazit

Ganz ehrlich: Es gibt kein besser oder schlechter. Es kommt komplett drauf an, worauf du gerade Bock hast.

  • Du willst Ruhe, Komfort und Meerblick? Dann ist Montenegro dein Ding.
  • Du willst Abenteuer, spontanes Reisen und ein bisschen Chaos? Dann ist Albanien stark.

Für mich war genau dieser Kontrast das Schöne: morgens in einem chaotischen Minibus sitzen, mittags mit Meerblick auf dem Balkon. Beides hat seinen Reiz.

Und jetzt interessiert mich deine Meinung: Würdest du eher das Abenteuer in Albanien wählen oder die Ruhe in Montenegro? Schreib es mir gern in die Kommentare unter dem Video.

Mehr solcher Wege und Vergleiche zeige ich auf meinem YouTube-Kanal – als Nächstes geht es für mich übrigens weiter nach Thailand.

Schön, dass du da bist.