Hoehlen bei Taghazout: Zu Fuss an der Kueste zwischen Agadir und Taghazout
13. September 2026
Irgendwo zwischen Agadir und Taghazout an der Küste von Marokko, direkt am Atlantik mit richtig hohen Wellen, entdecke ich auf der anderen Straßenseite ein paar Höhlen bei Taghazout und klettere natürlich gleich hoch, um sie mir anzuschauen.
Versteckte Höhlen direkt an der Küstenstraße
Der Aufstieg zu den Höhlen ist ziemlich steil, erinnert mich ein bisschen an den Canyon in Albanien. Auf dem Weg hoch liegt einfach ein Schuh rum – sieht so aus, als würde da tatsächlich jemand wohnen. Wahrscheinlich sammelt derjenige hier sein Wasser. Ohne Taschenlampe gehe ich lieber nicht zu tief in die Höhle rein, aber der Ausblick von hier oben ist schon richtig schön: überall wachsen Kakteen den Hang runter, und etwas weiter oben gibt es noch eine kleine Höhle, in der durchaus auch mal eine Schlange stecken könnte. Ganz oben angekommen, sind es dann wirklich beeindruckende Höhlen.
Ein Mann, der scheinbar in der Höhle wohnt
Ein Moment auf diesem Trip, den ich mir selbst nicht erklären kann: Ich bin gerade unten am Schild angekommen, und dort saß ein Mann – wahrscheinlich der, der in der Höhle lebt – mit seinen zwei Hunden. Keine Minute später, nachdem ich nur über die Straße gelaufen bin, sitzt derselbe Mann mit seinen Hunden plötzlich ganz oben auf dem Berg. Wie er das so schnell geschafft hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Ein Stück weiter treffe ich dann noch einen anderen Einheimischen, der einfach am Wasser fischt und sich sein Essen holt.
Zu Fuß weiter Richtung Taghazout
Weil der Bus hier nur sehr unregelmäßig fährt, laufe ich einfach eine halbe Stunde in Richtung Taghazout weiter. Auf der einen Seite die Berge, auf der anderen der Atlantik – und weiter hinten wartet schon ein großer Strand, extra für Surfer, denn dafür ist Taghazout ja bekannt. Unterwegs sieht man immer wieder Einheimische beim Angeln, irgendwo trocknet jemand seine Wäsche vor einer weiteren kleinen Höhle, in der offenbar auch jemand wohnt, und an einer Stelle wird gerade ein neues Hotel gebaut.
Chaos an der Bushaltestelle
Am Ende des Fußwegs stelle ich mich an eine Bushaltestelle, weil hier sonst nichts anderes fährt. Der Bus kommt 35 Minuten zu spät und ist dann komplett überfüllt – die Tür geht nicht mal richtig zu, und ein paar Marokkaner drängeln sich trotzdem noch rein, weil angeblich noch zwei Plätze frei waren. In Marokko fahren bei volleren Bussen standardmäßig zwei Security-Leute hinten und einer vorne mit, weil es dann schon mal etwas hitziger zugeht. Bei dem Gedränge habe ich dann lieber verzichtet einzusteigen.
Es ist mittlerweile 17 Uhr, und weil der Bus hier nur einmal die Stunde fährt, warte ich weiter – bis am Ende gar keiner mehr kommt. Ich stehe mitten im Nichts zwischen Gebirge und Ozean, bis zum Glück ein Auto anhält und mich mitnimmt.
Mein Fazit
Zwischen Agadir und Taghazout an der Küste entlangzulaufen lohnt sich – mit versteckten Höhlen, echten Küsten-Impressionen und ein paar Begegnungen, die man so nicht planen kann. Nur mit der Bus-Rückfahrt solltest du eher nicht fest rechnen. Schau dir das Video oben an für alle Eindrücke von diesem kleinen Abenteuer.
Mehr aus Marokko und von unterwegs zeige ich auf meinem YouTube-Kanal.
Schön, dass du da bist.